Anbau und Verarbeitung
Kaffeesträucher gedeihen in den Tropen, also in unmittelbarer Nähe zum Äquator, in den Lagen vom Meeresspiegel bis in hohe Lagen von ca. 2000 Metern Höhe. Hohe Durchschnittstemperaturen zwischen 17 und 23 Grad Celsius und eine hohe Luftfeuchtigkeit sind zwei der wichtigsten Voraussetzungen für den Anbau der Kaffeepflanze. Arabica-Bohnen aus den höher gelegenen Gebieten gelten als besser, da sie ihre Reife wegen der kühleren Luft und des Vulkanbodens nur langsam erlangen. Dadurch erhalten sie eine elegante Geschmacksnote.
Wie bei Weintrauben fällt auch bei Kaffee das Ernteergebnis von Jahr zu Jahr anders aus. So sind unsere reinen Kaffeesorten das Beste der einzelnen Anbauregionen. Die Kaffeemischungen bestehen aus ausgewählten sortenreinen Kaffees, die nur im exklusiven World Coffee Mischungsverhältnis ihren einzigartigen und gleich bleibenden Geschmack erhalten und entfalten.
Es gibt zwei Methoden, um die frisch geernteten Kaffeebohnen von ihrer Hülle zu befreien: das “nasse” und das “trockene” Aufbereitungsverfahren:
Bei der trockenen Aufbereitungsmethode werden zuerst alle Kirschen – auch die grünen und die fehlerhaften – vom Strauch auf Tücher geschüttelt. Mit großen Sieben werden sie dann “gesichtet”. Als nächstes werden die Kirschen in den Wasserkanälen gewaschen und daraufhin zum Trockenplatz gebracht. Dort werden die Kaffeekirschen so lange ständig unter der Sonne gewendet und dem Wind ausgesetzt (ca. 2-3 Wochen), bis das Fruchtfleisch eingetrocknet ist. Die trockenen Früchte werden dann geschält, und übrig bleiben die “nackten Kaffeebohnen”. Diese werden anschließend nach Größen geordnet und versandfertig verpackt. Die trockene Aufbereitungsmethode ist die billigere Methode und wird in Ländern bevorzugt, die unter Wassermangel leiden (z. B. Brasilien).
Die nasse Aufbereitungsmethode ergibt eine bessere Qualität, ist aber auch aufwendiger und teurer. Zuerst wird in einem sog. Pulper, einer Quetschmaschine, das Fruchtfleisch losgerissen. Die Kerne fallen in große Gärbottiche, wo sie etwa 24 Stunden ruhen. Danach lassen sich die Fruchtfleischreste in Wasserkanälen leicht entfernen. Nun wird der Kaffee wie bei dem trockenen Verfahren an die Sonne gelegt. Es gibt auch Pflanzer, die den Kaffee in Trockenmaschinen (gelochte, sich drehende Trommeln, durch die heiße Luft streicht) trocknen. Zum Schluss werden die Bohnen maschinell von den Häutchen befreit und poliert. Wenn die Kaffeebeeren mit der Hand gepflückt werden, ergibt das die beste Qualität. Auch das Aussortieren, nachdem die Beeren gewaschen sind, erfolgt mit der Hand.
Die nun mattgrünen Bohnen werden nach Größe sortiert, damit später bei der Röstung nur gleiche Größen geröstet werden. Wäre dies nicht der Fall, würden Verbrennungen entstehen (kleine Bohnen), oder größere Bohnen würden nur unzureichend geröstet werden.
Die Kaffeebohnen werden in Jutesäcke abgefüllt, in denen sie verschickt werden. Ein Sack zu 60 Kilogramm gilt weltweit als statische Einheit. Die Säcke werden in sauberen, gut gelüfteten Lagerräumen gestapelt.
World Coffee hält für seine Kunden ausschließlich Spitzenkaffeesorten bereit, die nach der nassen Methode aufbereitet werden, um den Kunden das volle Aroma und die beste Qualität garantieren zu können.