Geschichte des KaffeesDie Heimat des Kaffees liegt irgendwo in Abessinien, dem heutigen Äthiopien, in der Provinz Kaffa. Der Sage nach wunderten sich zwei Hirten, dass ihre Ziegen nächtelang herumtollten und selbst nach Tagen noch kein Zeichen von Müdigkeit erkennen ließen. Bald kamen sie dem Geheimnis auf die Spur und entdeckten einen Baum, dessen Früchte die Tiere mit Vorliebe gegessen hatten.
Bevor aber die arabischen Gelehrten den Kaffee in ihren Schriften nannten, wurde er seit dem 14. Jahrhundert in den terrassenförmigen Gärten Jemens angebaut. Vor allem die Mekkapilger verbreiteten den Kaffeegenuss von dort aus in der ganzen mohammedanischen Welt, denn sie kamen in der heiligen Stadt mit dem Kaffee in Berührung.
Ins christliche Europa gelangt der Kaffee erst im 17. Jahrhundert und dort zunächst nach Venedig. Die Kaffeekultur war damit auch in Europa geboren. Paris wies schon Ende des 17. Jahrhunderts etwa 250 Kaffeehäuser auf. In Deutschland wurde das erste Kaffeehaus 1677 in Hamburg eröffnet.
Mittlerweile ist Kaffee zu einem der wichtigsten Welthandelsprodukte geworden: Nach Erdöl ist er der wichtigste Exportrohstoff. Weltweit werden auf dem Tropenboden jährlich 6 Milliarden Kilogramm Kaffee angebaut. In den 76 Ländern, in denen Kaffee angebaut wird, leben über 100 Millionen Menschen von Produktion, Verarbeitung und Vertrieb dieses landwirtschafltichen Rohproduktes. Der aus Äthiopien stammende Kaffee wurde von den Europäern im Zuge der kolonialen Ausdehnung über die ganze Welt verbreitet. Das größte Kaffeeanbauland ist Brasilien, gefolgt von Kolumbien, El Salvador, Guatemala, Kenia und Tansania.
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Das Wort “Kaffee” ist von dem arabischen Wort qahwa, was “Kraft” bedeutet, abgeleitet, woraus sich das türkische Wort kahve entwickelte, das für unser Wort “Kaffee” Pate stand. Ursprünglich genoss man den Kaffee als Speise, dann als Wein (aus den Kaffeekirschen); später diente er als Arznei, und schließlich wurde er zum alltäglichen Getränk. In der ärztlichen Praxis wurde und wird er auch heute noch bei Migräne, gewissen Herzleiden und chronischem Asthma verschrieben.
Die Kaffeespeise bereitete man zu, indem man die ganzen Beeren zerquetschte, Fett dazu gab und dann aus dieser Mischung runde Kuchen formte. Noch heute gibt es einige Stämme in Afrika, die Kaffee essen. Später begannen sie, die Bohnen in einem Mörser zu mahlen – dies war dann der Vorläufer der Kaffeemühlen.